Bundesverband der deutschen Industrie e.V.
Das Thema
 Entwicklung der REACH-Verordnung
Mehr als sechs Jahre dauerten die Vorbereitungen der REACH-Verordnung bis zur Veröffentlichung am 30. Dezember 2006.  
 
April 1998 Der Rat der Umweltminister fordert die EU-Kommission auf, das europäische Chemikalienrecht zu prüfen. Sieben Monate später legt sie einen Bericht dazu vor.
Juni 1999 Der Umweltministerrat beauftragt die Kommission, Vorschläge für eine Reform des Chemikalienrechts zu erarbeiten, das die Kriterien Nachhaltigkeit, Vorsorgeprinzip und Binnenmarkt berücksichtigen soll.
Februar 2001 Die Kommission legt ihr Weißbuch „Strategie für eine zukünftige Chemikalienpolitik“ vor.
Juni 2001 Der Rat der Umweltminister setzt sich in seiner Stellungnahme für eine Verschärfung der Vorschläge im Weißbuch ein.
November 2001 Das EU-Parlament unterstützt in seiner Resolution weitgehend die Haltung des Ministerrates.
März 2002 Bundesregierung, Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und VCI einigen sich auf eine gemeinsame Position zum Weißbuch.
Mai 2003 Beginn der auf acht Wochen angesetzten öffentlichen Konsultation des gemeinsamen Verordnungsentwurfes der Generaldirektionen Umwelt und Unternehmen im Internet. Es gehen rund 6.400 Stellungnahmen bei der Kommission ein.
August 2003 Bundesregierung, IG BCE und VCI legen eine gemeinsame Bewertung zum Verordnungsentwurf vor.
September 2003 In einem gemeinsamen Brief an Kommissionspräsident Prodi mahnen Blair, Chirac und Schröder eine sorgfältige Analyse der wirtschaftlichen Folgen an.
Mitte Oktober 2003 Der Europäische Rat überträgt die Federführung für die weitere Behandlung des Gesetzesvorhabens dem Rat für Wettbewerbsfähigkeit.
29. Oktober 2003 Die Kommission verabschiedet ihren Verordnungsvorschlag. Kernstück der geplanten Gesetzgebung ist das so genannte REACH-Verfahren: Registrierung, Evaluierung (Bewertung) und Autorisierung (Zulassung) von chemischen Stoffen.
November 2003 Übermittlung des Verordnungsvorschlages an das Europäische Parlament und den Rat der Europäischen Union; Beginn der ersten Lesung.
seit Januar 2004 Verhandlungen in der ad hoc Ratsarbeitsgruppe REACH.
Februar 2004 Federführung im Europäischen Parlament wird dem Umweltausschuss übertragen (Verfahren der verstärkten Zusammenarbeit mit dem Industrieausschuss und dem Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz).
Juni 2004 Der Bundesrat verabschiedet seine Stellungnahme.
November 2004 Anhörung im Umweltausschuss des Bundestages.
Januar 2005 Gemeinsame öffentliche Anhörung der Ausschüsse Umwelt, Industrie und Binnenmarkt und Verbraucherschutz im europäischen Parlament.
Februar 2005 Industrie veröffentlicht Vorschlag für ein besseres REACH.
Juli-Oktober 2005 Abstimmung in den am REACH-Verfahren beteiligten Ausschüssen im Europäischen Parlament
November 2005 Abstimmung im Europäischen Parlament.
Dezember 2005 Politische Einigung im Rat der Europäischen Union.
27. Juni 2006 Verabschiedung des Gemeinsamen Standpunktes des Rates der Europäischen Union.
10. Oktober 2006 Bericht des Umweltausschusses zur zweiten Lesung der REACH-Verordnung im Europäischen Parlament.
30. November 2006 Einigung im Trilog in Vorbereitung der 2. Lesung im Europäischen Parlament.
13. Dezember 2006 Beschlussfassung in zweiter Lesung im Europäischen Parlament.
18. Dezember 2006 Beschlussfassung in zweiter Lesung im Rat.
30. Dezember 2006 Veröffentlichung der REACH-Verordnung 1907/2006/EG im Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L 396.
29. Mai 2007 Veröffentlichung einer Berichtigung der REACH-Verordnung 1907/2006/EG im Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L 136.
1. Juni 2007 Die REACH-Verordnung tritt in weiten Teilen in Kraft.
 

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